NIS2.0

Anforderungen der

NIS-2-Richtlinie

Das Gesetz zur Umsetzung der EU NIS-2.0-Richtlinie und zur Stärkung der Cybersicherheit (NIS2UmsuCG) tritt 2024 in Kraft. Es überführt die EU-weiten Mindeststandards der NIS2-Direktive in deutsche Regulierung und betrifft etwa 30.000 Unternehmen. Der Referentenentwurf vom Mai 2024 muss bis Oktober 2024 die Bundesgesetzgebung passieren.

Die Richtlinie betrifft unter anderem Unternehmen aus den Sektoren Finanzwirtschaft, Verkehrsbetriebe, Energieversorger, Gesundheitswesen, Wasserversorgung, digitale Dienste und viele weitere. Dies schließt nicht mehr nur große Organisationen ein, sondern auch privatwirtschaftliche Unternehmen mit mindestens 50 Mitarbeitern oder einem Jahresumsatz von 10 Millionen Euro.

Ihre Grundpfeiler

Unternehmen sollten nicht nur aufgrund rechtlicher Anforderungen und möglicher Sanktionen handeln, sondern auch angesichts der Bedrohung durch Cyberkriminalität. Eine starke Cyberabwehr ist entscheidend für den Geschäftserfolg und die Kundenbindung. In der digitalisierten Welt sind sichere IT-Systeme unerlässlich für den Schutz von Daten, den reibungslosen Betrieb und das Kundenvertrauen.

Die Erfüllung der NIS2-Richtlinie kann auch Versicherungsprämien senken oder die Verfügbarkeit von Cyberversicherungen verbessern, da das Risiko für Anbieter schwer einschätzbar geworden ist. Zudem ermöglicht die Umsetzung der Richtlinie, „Blind Spots“ in der Organisation zu erkennen und Sicherheitslücken proaktiv zu schließen.

Einheitliches Risikomanagement

Das erhöht die Widerstandsfähigkeit gegenüber Bedrohungen und Angriffen. Durch systematische Risikoanalyse und -bewertung können Unternehmen gezielte Maßnahmen zur Schwachstellenminderung ergreifen, besser auf Angriffe vorbereitet sein und schneller auf Sicherheitsvorfälle reagieren. Dies führt zu einer geringeren Anfälligkeit für Cyberangriffe, einer verbesserten Abwehrfähigkeit und einer nachhaltigeren Sicherung der Unternehmenswerte und -informationen.

Sicherheit in der Lieferkette

Dies ist ein wesentlicher Bestandteil der NIS2-Anforderungen. Unternehmen müssen sicherstellen, dass ihre Partner und Dienstleister angemessene Sicherheitsmaßnahmen treffen, was vertragliche Vereinbarungen und Zertifizierungen zur Erfüllung von Standards einschließen kann. Zudem sollten regelmäßige Überprüfungen und Audits durchgeführt werden, um die Einhaltung dieser Sicherheitsstandards kontinuierlich zu gewährleisten und potenzielle Schwachstellen in der Lieferkette frühzeitig zu identifizieren.

Umgang mit Sicherheitsvorfällen

Des Weiteren muss das Unternehmen ein effektives Sicherheitsprogramm mit klaren Richtlinien und Verfahren einführen, um auf Sicherheitsvorfälle angemessen reagieren zu können. Dazu gehören regelmäßige Schulungen der Mitarbeiter sowie die Implementierung von Überwachungs- und Meldesystemen, um Bedrohungen frühzeitig zu erkennen und abzuwehren.

Umsetzung der Informationssicherheit nach NIS-2.0

Für die Einhaltung der NIS-2 Richtlinien orientieren wir uns an den IT Grundschutz des BSI. Mit dem Aufbau bearbeiten wir bekannten Anforderungen aus den Richtlinie und können bei geplanten Änderungen sehr schnell reagieren.

Folgende Schritte, grob zusammengefasst, sichern Ihre Erfüllung der Richtlinien ab:

Erstellung einer Übersicht zum aktuellen Sicherheitsniveau

Um eine umfassende Bewertung des aktuellen Sicherheitsniveaus zu erstellen, sollten zunächst sowohl die technischen als auch die organisatorischen Maßnahmen des Unternehmens gründlich analysiert werden. Dies umfasst die Überprüfung bestehender Sicherheitsprotokolle und -technologien sowie die Evaluierung der internen Sicherheitsrichtlinien und -verfahren. Darüber hinaus ist es wichtig, die Unternehmenspolitik zu sichten und gezielte Interviews mit relevanten Mitarbeitern durchzuführen, um ein vollständiges Bild der Sicherheitslage zu erhalten.

Erstellung eines Projektplan mit dem Aufbau eines ISMS

Zur Erstellung eines Projektplans für den Aufbau eines Informationssicherheitsmanagementsystems (ISMS) gehört die Entwicklung von IT-Sicherheitsrichtlinien und die Festlegung klarer Verantwortlichkeiten. Eine gründliche Risikoanalyse ist durchzuführen, gefolgt von der Implementierung eines Notfallmanagements sowie eines Business-Continuity-Managements (BCM). Maßnahmen zur Steigerung des Bewusstseins der Mitarbeiter für Sicherheit sind essenziell, ebenso wie die Erweiterung sowohl interner als auch externer Sicherheitsmaßnahmen.

Prüfung technischer Lösungen

Zur Verbesserung der IT-Sicherheit gehört die Prüfung technischer Lösungen sowie die Dokumentation und Erweiterung des Patch-Managements. Ebenfalls wichtig ist die umfassende Dokumentation und Erweiterung der Datensicherung und Datenarchivierung, um die Verfügbarkeit und Integrität von Daten sicherzustellen. Zusätzlich sollte die Dokumentation und Erweiterung der Zugriffskontrolle erfolgen, um unbefugten Zugang zu sensiblen Informationen zu verhindern.

Erstellung von Dokumentationen

Die Erstellung umfassender Dokumentationen ist ein wesentlicher Schritt bei der Veröffentlichung des Informationssicherheitsmanagementsystems (ISMS). Dabei wird eine Sicherheitsleitlinie genutzt, die sowohl interne als auch externe Faktoren berücksichtigt. Diese Leitlinie dient als Grundlage für alle sicherheitsrelevanten Maßnahmen und sorgt dafür, dass das Unternehmen optimal gegen Bedrohungen geschützt ist.

Durchführung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozess

Ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess wird implementiert, um die Informationssicherheit stetig zu optimieren. Dabei werden regelmäßige Wirksamkeitsanalysen durchgeführt, um die Effizienz der Sicherheitsmaßnahmen zu bewerten. Zudem erfolgt eine sorgfältige Dokumentation von Meldepflichten, um sicherzustellen, dass alle relevanten Vorfälle ordnungsgemäß erfasst und gemeldet werden.

Je nach eigener initaler Einschätzung des Sicherheitsniveaus starten wir mit einer Prüfung nach Din Spec 27076. Darauf aufbauend bearbeiten wir mit Ihen zusammen die Schritte zur Erfüllung der NIS-2.0-Richtlinie.

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